Zeitrechnung und Kalender

Aus Juuvara

Zeitrechnung und Kalender

Der Kalender der bekannten Welt ist das am weitesten verbreitete Zeitsystem Juuvaras. Seine Ursprünge reichen in eine längst vergangene Epoche zurück und entstanden viele Jahrhunderte vor der Gründung des Asterbundes. Obwohl das Volk, das diesen Kalender ursprünglich entwickelte, längst verschwunden ist, werden Aufbau, Monatsnamen und Wochentage bis heute in weiten Teilen der bekannten Welt verwendet.

Der Kalender basiert auf dem Zyklus des sichtbaren Mondes und unterteilt das Jahr in sechzehn Monate zu jeweils vierundzwanzig Tagen. Jeder Monat besteht aus drei Wochen zu je acht Tagen. Ein Kalenderjahr umfasst somit dreihundertvierundachtzig Tage.

Die ursprüngliche Bedeutung vieler Monats- und Wochennamen ging im Laufe der Jahrhunderte verloren. Sprachforscher vermuten, dass sie aus einer heute ausgestorbenen Sprache stammen und ursprünglich natürliche Phänomene, Tätigkeiten oder Jahreszeiten beschrieben. Erst später begannen die Kirchen des Pantheons, einzelne Monate mit bestimmten Gottheiten in Verbindung zu bringen.

Die Zeitrechnung

Die heute gebräuchliche Zeitrechnung beginnt mit der Gründung des Asterbundes nach dem Zweiten Großen Krieg.

Jahre vor diesem Ereignis werden als V.B. (Vor Bundgründung) gezählt. Jahre nach der Einigung Asterras werden als N.B. (Nach Bundgründung) bezeichnet.

Die Einführung dieser Zeitrechnung sollte den Beginn einer neuen Epoche markieren und die Erinnerung an die Verwüstungen des Krieges bewahren. Heute wird sie in nahezu allen offiziellen Dokumenten des Bundes verwendet.

Aufbau des Kalenders

Jahreszeit Monate Wochentage
Zeit des Erwachens
Neubeginn und Aussaat
Serath Kaelor Garren Solen

Veldan – Feldarbeit
Mercan – Handel
Torsen – Handwerk
Veyra – Reisen
Coran – Rat und Gericht
Thorna – Jagd
Elyr – Religion
Restan – Erholung

Zeit des Gedeihens
Wachstum und Fruchtbarkeit
Lysar Miren Thorn Selen
Zeit der Ernte
Ernte und Reisen
Aster Vaelis Orien Noctis
Zeit der Ruhe
Erinnerung und Besinnung
Velis Eldran Morvak Umbren

Die Jahreszeiten

Das Jahr wird in vier Jahreszeiten unterteilt, die jeweils vier Monate umfassen.

Die Zeit des Erwachens markiert das Ende des Winters und den Beginn des landwirtschaftlichen Jahres. Aussaat, Neubeginn und Wachstum bestimmen das Leben vieler Gemeinschaften.

Während der Zeit des Gedeihens erreichen Felder, Wälder und Weiden ihre größte Fruchtbarkeit. Die langen Tage dieser Jahreszeit gelten als Zeit des Wohlstands und der Reisen.

Die Zeit der Ernte steht im Zeichen der Erntearbeiten, des Handels und der Vorbereitung auf die kalten Monate. Viele Universitäten, Schulen und Gelehrtengemeinschaften beginnen in dieser Zeit ihr neues Jahr.

Die Zeit der Ruhe umfasst die kältesten Monate des Jahres. Erinnerung, Gemeinschaft und Besinnung prägen vielerorts das gesellschaftliche Leben.

Die Acht-Tage-Woche

Die Woche besteht aus acht Tagen und ist einer der beständigsten Bestandteile des Kalenders. Obwohl die ursprüngliche Bedeutung vieler Namen verloren gegangen ist, prägen sie den Alltag bis heute.

Traditionell beginnt die Woche mit Veldan, dem Tag der Feldarbeit und Planung. Es folgen Mercan für Handel und Märkte, Torsen für Handwerk und Arbeit sowie Veyra, der Tag der Reisenden.

Coran gilt vielerorts als Tag politischer Entscheidungen und Gerichtsverhandlungen. Thorna wird mit Jagd und Wildnis verbunden. Elyr dient religiösen Zusammenkünften und Festen, während Restan traditionell der Familie, der Erholung und dem gemeinschaftlichen Leben gewidmet ist.

Bedeutung in der Gegenwart

Der Kalender gehört zu den wenigen kulturellen Errungenschaften, die nahezu alle bekannten Völker Juuvaras teilen. Selbst Regionen mit eigenen Sprachen, Traditionen und Herrschaftsformen verwenden meist dieselbe Einteilung von Monaten und Wochen.

Dadurch bildet der Kalender eines der wichtigsten verbindenden Elemente der bekannten Welt und ermöglicht einen gemeinsamen Bezugspunkt für Handel, Diplomatie, Wissenschaft und Religion.

Geschichte Juuvaras

Die Geschichte Juuvaras umfasst mehrere Jahrtausende und wird von Historikern gewöhnlich in große Zeitalter unterteilt. Diese Epochen beschreiben keine vollkommen einheitlichen Zeiträume, sondern markieren grundlegende Veränderungen in der Entwicklung der bekannten Welt.

Besonders die frühen Zeitalter sind nur bruchstückhaft überliefert. Viele Informationen stammen aus religiösen Schriften, mündlichen Überlieferungen, archäologischen Funden und späteren Rekonstruktionen. Je näher die Geschichte der Gegenwart kommt, desto zuverlässiger werden die erhaltenen Quellen.

Die moderne Zeitrechnung beginnt mit der Gründung des Asterbundes nach dem Zweiten Großen Krieg. Ereignisse vor diesem Zeitpunkt werden üblicherweise als V.B. bezeichnet, Ereignisse danach als N.B.

Überblick

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Epochen der Weltgeschichte zusammen. Ausführliche Informationen finden sich in den jeweiligen Hauptartikeln.

Zeitalter der Ursuppe

vor ca. 10.000 V.B.

Das Zeitalter der Ursuppe gilt als früheste bekannte Epoche der Weltgeschichte. Über diese Zeit existieren keine verlässlichen schriftlichen Quellen. Die meisten Überlieferungen beschreiben sie als eine Phase, in der die Welt ihre ersten natürlichen Grundlagen erhielt und das Leben in seiner ursprünglichsten Form entstand.

Zeitalter des Erwachens

ca. 10.000–8.000 V.B.

Im Zeitalter des Erwachens erschienen die ersten sterblichen Völker. Viele Mythen beschreiben diese Zeit als den Moment, in dem Juuvara erstmals von bewussten Wesen wahrgenommen und besiedelt wurde.

Zeitalter der Wunder

ca. 8.000–6.500 V.B.

Das Zeitalter der Wunder war eine der magisch bedeutendsten Epochen der Weltgeschichte. Viele legendäre Artefakte, frühe Hochkulturen und außergewöhnliche magische Errungenschaften stammen aus dieser Zeit.

Zeitalter der Asche

ca. 6.500–5.500 V.B.

Das Zeitalter der Asche beschreibt den Niedergang vieler früher Hochkulturen. Zahlreiche Städte wurden aufgegeben, Wissen ging verloren und große Teile der bekannten Welt mussten sich neu ordnen.

Zeitalter der Banner

ca. 5.500–4.000 V.B.

Im Zeitalter der Banner entstanden viele der ersten großen Königreiche und Herrschaftsgebiete. Es war eine Zeit wachsender politischer Ordnung, aber auch zunehmender Rivalitäten zwischen den jungen Nationen.

Zeitalter der Kronen

ca. 4.000–2.500 V.B.

Das Zeitalter der Kronen war geprägt von Dynastien, Adelsfamilien und mächtigen Herrscherhäusern. Viele politische Traditionen, die später in Asterra und anderen Teilen Juuvaras Bedeutung erlangten, haben ihren Ursprung in dieser Epoche.

Zeitalter des Großreiches

ca. 2.500–1.500 V.B.

Das Zeitalter des Großreiches gilt als Phase großer Stabilität und weitreichender Machtstrukturen. Mächtige Staaten, Handelsnetzwerke und kulturelle Zentren prägten die bekannte Welt.

Zeitalter der Trügerischen Ruhe

ca. 1.500–1.000 V.B.

Das Zeitalter der Trügerischen Ruhe war eine scheinbar friedliche Epoche, in der Handel, Wissenschaft und Kultur aufblühten. Rückblickend gilt diese Zeit jedoch als Vorphase der Großen Calamity, da sich unter der Oberfläche politische Spannungen und magische Instabilitäten entwickelten.

Große Calamity

ca. 1.000 V.B.

Die Große Calamity war eine weltweite Katastrophe aus magischen Anomalien, Naturgewalten, Seuchen und anderen Verheerungen. Ganze Regionen wurden verwüstet, alte Machtstrukturen zerfielen und zahlreiche Überlieferungen gingen verloren.

Zeitalter des Aufstiegs

ca. 1.000–150 V.B.

Im Zeitalter des Aufstiegs bauten die Völker Juuvaras ihre Gesellschaften auf den Ruinen der Vergangenheit neu auf. Viele moderne Nationen entstanden in dieser Zeit, ebenso zahlreiche politische und religiöse Institutionen der Gegenwart.

Zweiter Großer Krieg

ca. 150–0 V.B.

Der Zweite Große Krieg war der größte bewaffnete Konflikt der bekannten Geschichte. Millionen Menschen verloren ihr Leben, Staaten entstanden und zerfielen, und die politische Ordnung Asterras wurde grundlegend verändert.

Zeitalter der Einigung

seit 0 N.B.

Das Zeitalter der Einigung begann mit der Gründung des Asterbundes. Es markiert den Beginn der modernen Zeitrechnung und gilt als gegenwärtige Epoche der bekannten Welt.

Bedeutung der Epocheneinteilung

Die Einteilung der Geschichte in Zeitalter dient vor allem der historischen Orientierung. In der Alltagssprache werden ältere Epochen häufig nur grob benannt, während Gelehrte, Chronisten und Archive präzisere Datierungen verwenden.

Da viele Quellen aus frühen Zeitaltern verloren gegangen sind, bleiben manche Übergänge zwischen den Epochen unscharf. Besonders die Zeit vor der Großen Calamity ist in vielen Bereichen Gegenstand wissenschaftlicher und theologischer Debatten.