Menschen

Aus Juuvara

Menschen

Der Begriff Mensch bezeichnet in Juuvara sämtliche vernunftbegabten sterblichen Völker, die über Sprache, Kultur, soziale Strukturen und die Fähigkeit zur eigenständigen Gestaltung ihrer Umwelt verfügen.

Anders als in manchen älteren Traditionen wird der Begriff nicht ausschließlich für die Huma verwendet. Vielmehr gelten Huma, Elfen, Dwarfs, Infernis, Katari und zahlreiche weitere Völker gleichermaßen als Menschen. Die Verwendung des Begriffs beschreibt daher eine gemeinsame Zugehörigkeit zur zivilisierten Welt und keine einzelne Abstammungslinie.

Die Frage nach dem Ursprung der Menschen gehört zu den ältesten ungelösten Problemen der Geschichtsschreibung. Zahlreiche Religionen, Philosophenschulen und Gelehrte haben im Laufe der Jahrtausende unterschiedliche Erklärungen hervorgebracht. Einige Traditionen gehen von einem gemeinsamen Ursprung aller Menschen aus, während andere die verschiedenen Völker als unabhängige Linien betrachten. Bis heute existiert keine allgemein anerkannte Theorie.

Ursprung und Abstammung

Die meisten modernen Gelehrten stimmen darin überein, dass zahlreiche Menschenvölker miteinander verwandt sein könnten. Über das Ausmaß dieser Verwandtschaft herrscht jedoch keine Einigkeit.

Besonders bei Völkern wie den Giantkin, Drakona, Infernis, Naga oder Merfolk wird seit Jahrhunderten darüber diskutiert, ob ihre heutigen Formen auf gemeinsame Vorfahren, magische Einflüsse oder andere Ursachen zurückzuführen sind.

Historische Quellen liefern dabei oft widersprüchliche Antworten. Viele Überlieferungen vermischen Legenden, religiöse Vorstellungen und tatsächliche Geschichte, wodurch eine eindeutige Rekonstruktion der frühen Entwicklung der Menschen bisher nicht möglich war.

Verbreitete Menschenvölker

Die folgenden Völker gehören zu den am weitesten verbreiteten Bewohnern der bekannten Welt:

Diese Völker bilden in vielen Regionen den größten Teil der Bevölkerung und waren maßgeblich an der Entstehung zahlreicher Reiche, Städte und Kulturen beteiligt.

Häufige Menschenvölker

Neben den großen Bevölkerungsgruppen existieren mehrere Völker, die in vielen Regionen regelmäßig anzutreffen sind:

Ihre Verbreitung unterscheidet sich regional teilweise erheblich, doch gelten sie in den meisten Teilen der Welt als gewöhnlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Regionale Menschenvölker

Einige Völker konzentrieren sich überwiegend auf bestimmte Regionen oder Kulturräume:

Außerhalb ihrer traditionellen Heimatgebiete gelten Angehörige dieser Völker häufig als ungewöhnlich, sind jedoch keineswegs unbekannt.

Seltene Menschenvölker

Mehrere Völker treten vergleichsweise selten auf oder leben in isolierten Gemeinschaften:

Über einige dieser Völker existieren nur begrenzte historische Aufzeichnungen, weshalb ihre genaue Herkunft häufig Gegenstand wissenschaftlicher Debatten ist.

Umstrittene Verwandtschaften

Im Laufe der Geschichte wurden zahlreiche Theorien über mögliche Verwandtschaften zwischen verschiedenen Völkern aufgestellt.

Besonders häufig diskutiert werden die Beziehungen zwischen Infernis, Drakona und Au'Ra, die aufgrund ihrer äußeren Merkmale von manchen Gelehrten einer gemeinsamen Abstammungslinie zugeordnet werden.

Auch die Verbindung zwischen Giantkin und den legendären Giants wird regelmäßig untersucht. Während die meisten Historiker eine Verwandtschaft für wahrscheinlich halten, existieren kaum gesicherte Erkenntnisse über die frühen Giants selbst.

Ähnliche Debatten betreffen die Beziehungen zwischen Naga und Merfolk sowie die Ursprünge der verschiedenen sogenannten Tiervölker wie Katari, Simiah, Ribbet, Minotauren und Zentauren.

Menschen und Nichtmenschen

Nicht alle intelligenten Wesen Juuvaras werden als Menschen betrachtet.

Mehrere bekannte Spezies besitzen eigene Abstammungslinien und werden von Gelehrten üblicherweise außerhalb der Menschheit eingeordnet. Dazu gehören insbesondere Giants, Drachen, zahlreiche Feenwesen, verschiedene Geisterarten und andere übernatürliche Kreaturen.

Die genauen Grenzen dieser Einteilung sind nicht unumstritten und unterscheiden sich teilweise zwischen Kulturen und wissenschaftlichen Schulen.

Geburtstage und Lebensabschnitte

In weiten Teilen Asterras werden Geburtstage traditionell nicht jedes Jahr, sondern lediglich alle drei Jahre gefeiert. Diese Sitte entstand vor vielen Jahrhunderten, als die Völker des Kontinents nach einer gemeinsamen Zählweise für die unterschiedlichen Lebenszyklen der verschiedenen Spezies suchten. Obwohl sich die durchschnittliche Lebenserwartung und körperliche Entwicklung der einzelnen Völker teilweise erheblich unterscheiden, erwies sich der dreijährige Rhythmus als praktikabler Kompromiss und setzte sich schließlich in nahezu allen Ländern des Asterbundes durch.

Die einzelnen Geburtstage markieren dabei nicht nur das Verstreichen der Zeit, sondern stehen jeweils für einen bedeutenden Lebensabschnitt. Viele dieser Übergänge beruhen auf biologischen Gemeinsamkeiten verschiedener Völker, andere entwickelten sich aus gesellschaftlichen oder kulturellen Traditionen und unterscheiden sich je nach Region geringfügig.

Der erste gefeierte Geburtstag findet im Alter von drei Jahren statt und zählt vielerorts zu den wichtigsten Festen eines Menschenlebens. Da Kinder in den ersten Lebensjahren besonders anfällig für Krankheiten und andere Gefahren sind, gilt das Erreichen dieses Alters als Zeichen dafür, dass die gefährlichste Phase der Kindheit überwunden wurde. In vielen Familien wird dieses Fest deshalb als der eigentliche Beginn des Lebens angesehen.

Mit sechs Jahren beginnt in den meisten Regionen Asterras die schulische oder handwerkliche Grundausbildung. Kinder lernen Lesen, Schreiben, Rechnen und werden schrittweise an die Aufgaben ihrer Gemeinschaft herangeführt. Der neunte Geburtstag besitzt insbesondere bei zahlreichen Tiervölkern eine besondere Bedeutung, da viele von ihnen in diesem Alter die ersten Anzeichen körperlicher Reife entwickeln.

Im Alter von zwölf Jahren erreichen die meisten kurzlebigen Völker ihre biologische Geschlechtsreife. Der fünfzehnte Geburtstag gilt dagegen in weiten Teilen Asterras als Übergang ins Erwachsenenleben. Von diesem Zeitpunkt an dürfen junge Erwachsene in vielen Ländern eigenes Eigentum besitzen, Verträge schließen, einer regulären Arbeit nachgehen oder sich Gilden, Orden oder militärischen Verbänden anschließen.

Der achtzehnte Geburtstag besitzt vor allem für langlebigere Völker besondere Bedeutung, da viele von ihnen erst in diesem Alter ihre körperliche Reife erreichen. Gesellschaftlich werden sie häufig bereits seit einigen Jahren als Erwachsene angesehen, dennoch gilt dieses Jubiläum vielerorts als wichtiger Schritt auf dem Weg ins selbstständige Leben.

Besondere Aufmerksamkeit erhält der einundzwanzigste Geburtstag. Nach allgemeiner Auffassung entwickelt sich die natürliche Verbindung eines Lebewesens zur Magie bis zu diesem Alter vollständig. Wer bis dahin keinerlei magische Begabung zeigt, wird nach Ansicht der meisten Gelehrten auch später nur noch äußerst selten die Fähigkeit entwickeln, Magie bewusst zu wirken. Zwar sind einzelne Ausnahmen dokumentiert, doch gelten diese als außergewöhnliche Einzelfälle.

Der vierundzwanzigste Geburtstag markiert nach traditioneller Auffassung den Abschluss des Erwachsenwerdens. Die meisten Menschen haben zu diesem Zeitpunkt ihre Ausbildung beendet, einen festen Platz in der Gesellschaft gefunden oder eine eigene Familie gegründet. In vielen Regionen gilt erst jetzt ein Leben als vollständig selbstbestimmt.

Mit zunehmendem Alter verlieren die dreijährigen Geburtstage ihre gesellschaftliche Bedeutung und werden überwiegend im Kreis von Familie und Freunden gefeiert. Besondere Aufmerksamkeit genießen jedoch weiterhin hohe Jubiläen. Der dreißigste Geburtstag gilt vielerorts als Beginn der vollen Reife, während der sechzigste häufig den Übergang in die Rolle eines erfahrenen Ältesten markiert. Ein neunzigster Geburtstag wird unabhängig von Herkunft oder Volk als außergewöhnliches Ereignis angesehen und oftmals von der gesamten Gemeinschaft gefeiert.

Obwohl einzelne Kulturen eigene Bräuche und Zeremonien entwickelt haben, hat sich die Einteilung in dreijährige Lebensabschnitte über den gesamten Asterbund hinweg etabliert und gehört heute zu den wenigen Traditionen, die von nahezu allen Völkern gleichermaßen anerkannt werden.

Gesellschaftliche Bedeutung

Trotz ihrer Unterschiede teilen die Menschen Juuvaras eine lange gemeinsame Geschichte. Handel, Migration, Kriege, Bündnisse und kultureller Austausch haben über Jahrtausende hinweg zur Entstehung komplexer Gesellschaften geführt, in denen Angehörige unterschiedlichster Völker miteinander leben.

In den meisten modernen Staaten spielt die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk eine wichtige kulturelle Rolle, wird jedoch selten als alleinige Grundlage politischer oder rechtlicher Identität betrachtet.

Die Vielfalt der Menschen gilt vielen Gelehrten als eines der prägendsten Merkmale der bekannten Welt.